Videosprechstunde als Chance für die Arztpraxis

22. Apr 2021

Videosprechstunde als Chance für die Arztpraxis

Durch die Corona-Krise hat die Telemedizin einen starken Aufschwung erlebt. Jede vierte Praxis bietet derzeit bereits Videosprechstunden an. Ein gutes Upgrade für Ihre Praxishomepage!

Patientenbetreuung neu denken

Durch die Corona-Krise hat die Telemedizin einen starken Aufschwung erlebt. Jede vierte Praxis bietet derzeit bereits Videosprechstunden an.

In Deutschland können Ärzte seit circa drei Jahren Videosprechstunden durchführen und über die Krankenkassen abrechnen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Anfahrtswege sparen, Ansteckung im Wartezimmer umgehen, schneller Termine vermitteln, den Patienten-Arzt-Austausch erhöhen, Wartezimmer entlasten, Medikamentenverschreibungen erleichtern und vieles mehr. Damit sich die Videosprechstunde weiter etabliert, erhalten die Praxen zusätzlich eine Anschubfinanzierung.

Das Wichtigste in Kürze

Vor der Corona-Krise haben nur wenige Praxen Videosprechstunden angeboten. Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung waren Anfang 2020 bundesweit von insgesamt 100.000 Arztpraxen nur 1.700 für Videosprechstunden angemeldet. Doch durch den teilweise enormen Patientenrückgang haben bereits 2020 viele Ärzte nachgezogen: Mitte letzten Jahres waren schon 25.000 Praxen angeschlossen.

Um die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus zu reduzieren, stellen Videosprechstunden in vielen Fällen eine Alternative zum etablierten Praxisbesuch dar. KBV-Sprecher Roland Stahl formuliert, das Ziel sei es, eine sinnvolle Ergänzung zum normalen Praxisalltag anzubieten.

Ärztinnen und Ärzte können die Videosprechstunde flexibel immer dann nutzen, wenn sie es für sinnvoll halten, sowohl bei ihnen bereits bekannten Patienten als auch bei Neupatienten. Möglich ist das für alle Ärzte außer Radiologen, Pathologen, Laborärzte und Nuklearmediziner.

Was benötigt die Praxis und wie funktioniert das auf der Praxishomepage?

Die Organisation ist schnell und unkompliziert. Wichtig ist die Auswahl eines zertifizierten Videodienstanbieters, der die Verantwortung für einen reibungslosen und geschützten technischen Ablauf der Videosprechstunde übernimmt.

Eine Übersicht der Anbieter stellt die KBV bereit:
KBV: Zertifizierte Videodienstanbieter Videosprechstunde

Praxis und Patient brauchen lediglich einen Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Internetanbindung mit Firewall. Eine zusätzliche Software ist nicht nötig.

Tipp für Kunden von PortaWell: Um das Einbinden der Videosprechstunde in Ihre Premium Praxiswebsite kümmern wir uns (im Zusammenspiel mit dem von Ihnen gewählten Anbieter) gerne, wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Wie wird die Videosprechstunde abgerechnet?

Wichtig zu wissen: Ärzte können Leistungen im Rahmen der Videosprechstunde erst dann abrechnen, wenn sie diese ihrer Kassenärztlichen Vereinigung zuvor angezeigt haben. Dies ist aber denkbar einfach, denn Sie erhalten dafür von ihrem Videodienstanbieter nach der Registrierung eine entsprechende Bescheinigung.

Vergütet wird die Videosprechstunde über die jeweilige Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale. Daneben können Praxen Leistungen für Gespräche abrechnen, die per Videosprechstunde erfolgen. Außerdem steht ihnen eine Technikpauschale zur Finanzierung der Kosten zu. Praxen erhalten zudem eine Anschubfinanzierung für insgesamt bis zu 500 Euro.

Die Details zur Vergütung hat die KBV in einer Übersicht zusammengefasst:
KVB Vergütungsübersicht

Eine weitere gute Nachricht: Aktuell (Stand 04.2021) gibt es keine Begrenzungsregelungen bei der Videosprechstunde. Normalerweise dürfen nur 20 Prozent der Leistungen per Videosprechstunde durchgeführt werden.

Wie ist der Ablauf der Videosprechstunde?

Der Ablauf einer Videosprechstunde unterscheidet sich kaum von einer persönlichen Sprechstunde vor Ort in der Praxis:

  1. Der Patient erhält über die Praxis oder den Videodienstanbieter einen Termin. Die Anfrage kann z.B. bequem über die Praxishomepage erfolgen.
  2. Der Patient gibt vor der ersten Videosprechstunde seine Einverständniserklärung ab.
  3. Zur vereinbarten Uhrzeit wählen sich Arzt und Patient beim Videoanbieter ein. Der Patient wartet im Online-Wartezimmer, bis der Arzt ihn zur Sprechstunde dazu schaltet.
  4. Ist die Videosprechstunde beendet, melden sich beide ab. Der Arzt dokumentiert die Behandlung.
  5. Studien haben gezeigt, dass viele Ärzte nach konkreter Nutzung der Videosprechstunde zu dem Schluss gekommen sind: „Das ist ja besser als gedacht“, so Philipp Stachwitz vom Health Innovation Hub des Bundesgesundheitsministeriums. Der Thinktank hat die Aufgabe, die Digitalisierung des Gesundheitswesens zu beschleunigen.

Die Chance ergreifen

Mit einem umfassenden Online-Angebot hätten vermutlich mehr PatientInnen während der Coronapandemie behandelt werden können. Dennoch haben die fehlenden PatientInnen in den Praxen die breite öffentliche Diskussion angeregt, ob PatientInnen wirklich in jeder Angelegenheit vor Ort einen Arzt aufsuchen müssen. Neben dem unersetzlichen Arztbesuch stellen telemedizinische Instrumente auch abseits der Coronakrise für PatientInnen und ÄrztInnen eine hilfreiche Bereicherung dar.

Sie interessieren sich für das Thema Videosprechstunde auf Ihrer Praxishomepage? Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich! Fragen Sie jetzt an.

Mehr erfahren

Weiterführende Informationen darüber, was Ärzte beim Thema Videosprechstunde beachten müssen, wie die Abrechnung erfolgt, was bei der Technik zu beachten ist und Tipps für die Organisation finden Sie auf der Seite der KVB

KBV-Themenseite zur Videosprechstunde: https://www.kbv.de/html/videosprechstunde.php

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